Argentinien regenwald abholzung
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Wälder zerstören ist ein Verbrechen: Argentinien hat in den letzten drei Jahrzehnten fast acht Millionen Hektar einheimischen Waldes verloren, hauptsächlich durch das Vordringen der Agrargrenze. Greenpeace Argentina fordert den sofortigen Stopp der Abholzungen und dokumentiert die Entwaldung im Norden des Landes.
Mit Beobachtungen vor Ort und Satellitenbildern. Nobre mutmaßt, dass bei einer Entwaldung von 20 bis 25 Prozent die kritische Schwelle für den Regenwald erreicht sei. Derzeit seien rund 17 Prozent des Waldes komplett abgeholzt, sagt er, und. Stirbt der Amazonasregenwald, könnte das eine zusätzliche Erderwärmung von 0,1 bis 0,3 Grad bedeuten, sagt der Klimaforscher Niklas Boers vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
Reiseregionen Argentiniens: In der argentinischen Provinz Misiones befindet sich einer der letzten Reste von inneratlantischem subtropischen Regenwald. Er weist, durch die über das ganze Jahr verteilten Niederschläge, eine hohe Artenvielfalt auf. Das Klima ist feucht und subtropisch. Der atlantische Regenwald befindet sich an der Ostküste Brasiliens.
Auch kleine Teile Argentiniens und Paraguays gehören zu dem Gebiet, das als "Biodiversitätshotspot" gelten kann. Neue Rekorde bei der Abholzung: Argentinien war einmal unter den zehn Ländern mit der größten Waldfläche. Die seit erstellten Statistiken zeigen, dass die Abholzung immer schneller und auf immer größeren Flächen stattfindet.
Dabei gehen die Entwaldungen im Gran Chaco weit schneller voran als im Amazonas-Regenwald. Zwischen 20hat sich die Produktion verdoppelt. Dieses Produktionswachstum wurde in erster Linie durch die drei Länder Argentinien, Brasilien und USA bestimmt. Die Ausweitung der Sojaproduktion in Südamerika geht stark mit Abholzung und anderen Formen der Zerstörung von natürlichem Lebensraum einher.
Sojaproduktion und Waldzerstörung: Die in den USA und Brasilien erzeugten Sojabohnen machen rund 2/3 der globalen Soja-Produktionsmenge aus. wurden dort bzw. Millionen Tonnen Sojabohnen produziert. Argentinien steuert weitere 48 Millionen Tonnen zur Weltproduktion bei. USA, Brasilien und Argentinien produzieren zusammen knapp 80 Prozent der Weltproduktion an Sojabohnen.